Heat2X, PowerQube und e-HCP – wie diese Systeme innovativ und effizient Ihren Stromverbrauch reduzieren

Der Mittelstand steht schon jetzt, aber insbesondere auch in den kommenden Monaten vor tiefgreifenden Herausforderungen. Denn die Energiekrise bereitet vielen Unternehmen Existenzsorgen. Es ist klar, dass Energiebeschaffung, Einsparpotenziale und Energieeffizienz ab sofort die entscheidenden Faktoren sind. Und auch zukünftig wird dies so sein, denn die Preise für Gas und Strom haben sich blitzschnell vervielfacht und die derzeitige Lage an den Märkten und im politischen Weltgeschehen lässt für die Zukunft keine baldige Besserung erwarten. Daher müssen sich nun eigentlich alle Unternehmen dringend auf die Suche nach neuen Lösungen für diese Probleme machen.

Zukunftsfähigkeit durch Innovation und Eigeninitiative stärken

Die Politik in Deutschland und ganz Europa sucht bereits nach Auswegen aus der Energieabhängigkeit von Russland. So werden verschiedene Szenarien diskutiert; neben Laufzeitverlängerungen von Kraftwerken, alternativen Erdgaslieferanten sind auch direkte staatliche Stützungsmaßnahmen denkbar. Auf diese Maßnahmen allein darf sich aber kein Unternehmen verlassen. Denn hier sind viele Bemühungen weder ausgereift noch spruchreif. Die genaue Ausgestaltung, der zeitliche Ablauf und der prognostizierte Erfolg – das alles erscheint wenig greifbar und eher ungewiss. Daher können Unternehmen jetzt nur selbst aktiv werden, um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Neben einem staatlich geförderten Energieaudit, das Potenziale der energetischen Optimierung aufzeigt, lohnt sich der Blick auf innovative Lösungen, die bisher vielleicht auch noch gar nicht im Rampenlicht gestanden haben. Gerade in Deutschland finden sich viele Unternehmen, die auch schon vor Krieg und Pandemie an flexiblen Lösungen im Energiebereich gearbeitet haben, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

Energiesparen kann jedes Unternehmen

Fast jedes Unternehmen kann bei den Energiekosten einsparen. Manche Sparmaßnahmen greifen auch ohne große Investitionen relativ schnell und senken kurzfristig den Energieverbrauch. Bei anderen Maßnahmen lassen sich Ergebnisse erst mittel- oder langfristig erzielen, denn zumeist ist hier auch eine Investition in neue Technologien notwendig.

Energieaudit & Energiemanagementsysteme

Ein erster sinnvoller Schritt kann in einem Energieaudit liegen. Ein Energieaudit ist ein systematisches Verfahren, das einen detaillierten Überblick über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs oder einer industriellen oder gewerblichen Anlage liefert. Im Rahmen der Analyse werden alle Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen ermittelt und quantifiziert. Die Ergebnisse werden in einem Bericht erfasst. Mittelständische Unternehmen profitieren hier von einer staatlicher Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Höhe der Förderung bemisst sich dabei an den jährlichen Energiekosten:
  • Übersteigen die jährlichen Energiekosten 10.000 Euro (netto), beträgt die Förderung 80 % des förderfähigen Beratungshonorars, jedoch maximal 6.000 Euro.
  • Bei jährlichen Energiekosten von nicht mehr als 10.000 Euro (netto) beträgt die Förderung 80 % des förderfähigen Beratungshonorars, jedoch maximal 1.200 Euro.
Neben den Einsparpotenzialen, die Unternehmen durch ein Energieaudit erhalten, kann die Investition in ein geeignetes Energiemanagementsystem beim nachhaltigen Energiesparen helfen. Das Energiemanagementsystem hilft dabei, Möglichkeiten zu erkennen, wo sich über die bekannten Energiekostenverursacher wie Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Warmwasser weitere Kosten sparen lassen. Es bildet die Basis für wirksame Maßnahmen, um den Energieverbrauch, die CO2-Emissionen sowie die Energiekosten nachhaltig zu senken.

Was sonst noch möglich ist – Innovative Lösungen zur Dekarbonisierung der Produktion

Fachexperten und Branchenkenner werden es wissen: Es gibt vielfältige Innovationen, die neue Energieeinsparpotenziale in der Produktion entdecken und realisieren. Große Unternehmen sind mit entsprechenden Kontakten und Kapazitäten zumeist im Vorteil. Wie jedoch kann der Mittelstand hier Schritt halten? Gerade beim Thema Energieeffizienz kann es für Mittelstand sinnvoll sein, sich direkt an einen Fördermittelberater zu wenden. Denn die Experten in diesem Bereich verbinden zumeist zwei Welten: a) Sie sind in der Regel technisch sehr versiert und verstehen, welche Unterstützung zu einem kleinen oder mittleren Unternehmen passt. b) Darüber hinaus wissen sie, welche innovativen Konzepte bereits so weit ausgereift sind, dass dafür eine staatliche Förderung vorgesehen ist. Auch die Experten der easysub plus GmbH sind gut vernetzt und kennen neben den einschlägigen Förderrichtlinien die Bedürfnisse ihrer mittelständischen Kunden. Auch bestehen sehr gute Kontakte zu den Unternehmen, die mit ihren innovativen Lösungskonzepten für eine energieeffiziente Produktion den Mittelstand in Zeiten wie diesen handlungsfähig halten. Mit einigen dieser Unternehmen streben wir eine engere Partnerschaft an, damit hier die Energieeffizienz in der Produktion und die effiziente Fördermittelberatung Hand in Hand gehen. Nachfolgend möchten wir Ihnen daher drei Unternehmen und ihre Technologie vorstellen, die für Mittelständler bei den Themen innovatives Energiemanagement und intelligente Abwärmenutzung in kurzer Frist den Energieverbrauch senken können:
Die e-HCP®-Technologie der R.I.E.MPP-Gruppe
Bei e-HCP® handelt es sich um eine Anlage, die es schafft, Oberwellen im Strom so zu glätten, dass die daraus resultierende Verlustleistungen nahezu aufgehoben werden. Das bedeutet, dass Unternehmen ihren Stromverbrauch senken, in dem sie mit der e-HCP-Technologie die Stromeffizienz steigern. Und das funktioniert so: Jeder Verbraucher erzeugt bei Schaltvorgängen Stromspitzen im Versorgungsnetz. Diese Oberwellen (= Verunreinigungen) verursachen permanent minimale Stromschwankungen und eine daraus resultierende Verlustleistung. e-HCP filtert diese Verunreinigungen aus, speichert sie in einem Magnetfeld und stellt sie den Stromverbrauchern als Nutzstrom innerhalb weniger Millisekunden wieder zur Verfügung. Bezahlte Energie verpufft dadurch nicht, sondern wird im eigenen Netz verbraucht. Diesen Effekt nennt man efficient Harmonics Converting Power (e-HCP). Je nach Netzbeschaffenheit können mit dieser innovativen Technologie bis zu 25 % der Stromkosten eines Unternehmens eingespart werden. Die ersten Anlagen sind Ende 2021 bei Kunden installiert worden und das Ergebnis ist im Mittel eine Einsparung der gesamten Stromkosten von 10-15%, wobei es je nach Kunde Ausreißer nach oben und unten gibt. Vor jeder Projektumsetzung wird beim Kunden zunächst eine Messung über eine Woche durchgeführt, worüber die genauen Einsparpotenziale sowie eine Einspargarantie ermittelt werden kann. Weitere Vorteile der Technologie:
  • Oberschwingungen werden durch e-HCP verringert, und die damit einhergehenden Ausfälle in der IT oder der Maschinensteuerung minimiert.
  • Die Netzspannung wird gezielt gesenkt und kann konstant gehalten werden, was sich positiv auf die Lebensdauer der Anlagen auswirkt und deren Effizienz steigert.
  • kurze Amortisationszeit und hohe wartungsfreie Lebensdauer
Die staatliche Förderung für diese Technologie kann bis zu 40% der Investitionskosten betragen. Im Rahmen der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft werden Investitionen in Energiemanagementsysteme gefördert. Modul 3 des Förderprogramms berücksichtigt dabei die Kosten von Kauf, Installation und Inbetriebnahme und wird nach Abschluss der Investition als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausgezahlt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten dabei einen Zusatzbonus von 10 Prozentpunkten.
Das ORC-System PowerQube der SOOMIQ GmbH
Der von der Firma SOOMIQ gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Umwelt- und Energiesysteme UMSICHT entwickelte PowerQube ist ein ORC-System (ORC = Organic Rankine Cycle), das bereits für kleinere Abwärmemengen und bei niedrigeren Temperaturen effizient betrieben werden kann. Die Innovation setzt daran an, dass 70 % der Abwärme in Deutschland in einem Temperaturbereich unter 200 °C entstehen, wovon der größte Teil bislang ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird. Bislang war eine wirtschaftliche Verwertung dieser schwerpunktmäßig niedrigeren Abwärme-Temperaturen nicht möglich, da bestehende Anlagen zur Verstromung von Abwärme und Abgasen sehr groß und teuer waren, da diese bisher nicht in großen Stückzahlen produziert wurden. Der PowerQube, das kleinste und leichteste ORC-System setzt hier an, um effektiv ungenutzte Prozesswärme in sauberen Strom umzuwandeln. Der Einsatz des PowerQube-Energiekraftwerks ist in vielen Branchen sinnvoll, beispielsweise in der Papierherstellung/Verarbeitung, der Herstellung von Glas (Behälterglas, Flachglas, Spezialglas) und Keramik (Sanitärkeramik, technische Keramik), der Metallverarbeitung, bei Molkereien und anderen lebensmittelverarbeitenden Unternehmen, überall dort, wo ungenutzte Abwärme im Temperaturbereich zwischen 100 und 200 °C anfällt. Wichtige Pluspunkte sind:
  • Ein kleines PowerQube-Modul kann jährlich bis zu 130 Tonnen CO2 einsparen.
  • Nur 1m3 groß und 350kg leicht – das kleinste 20 KW ORC-System (Entwicklungsziel)
  • Einfach in bestehende Strukturen zu integrieren, modular stapelbar und durch das geringe Gewicht sogar auf Industriedächern installierbar.
  • Herstellerunabhängige Entwicklung durch Kooperation mit Fraunhofer UMSICHT gewährleistet Technologieneutralität
  • Durch Serienfertigung kann das PowerQube System zu einem sehr attraktiven Preis mit durchschnittlichen Amortisationszeiten von um die zwei Jahren angeboten werden (je nach Abwärmetemperatur/Menge und individuellen Stromkosten).
  • Ein kleines PowerQube-Modul kann jährlich bis zu 130 Tonnen CO2 einsparen.
Die staatliche Förderung für diese Technologie beträgt 30 % der Investitionskosten inklusive Kosten für Planung und Installation. Im Rahmen der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft werden Maßnahmen zur Nutzung von Abwärme, die durch Prozesse entstehen, im Modul 4 gefördert. Der Zuschuss wird nach Abschluss der Investition als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausgezahlt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten dabei einen Zusatzbonus von 10 Prozentpunkten, so dass dann 40 % der Investitionskosten gefördert werden.
Das Heat2X-Abwärmekraftwerk der DeVeTec GmbH
Die DeVeTec GmbH hat mit Ihrem ORC-System Heat2X ein Wärmerückgewinnungssystem zur hocheffizienten Abwärmenutzung geschaffen. Innerhalb dieses Rückgewinnungssystems wird die Abwärme industrieller Produktionsprozesse in
  • Strom oder
  • Druckluft oder
  • Kälte sowie Nutzwärme/-kälte
umgewandelt. Dieses System eignet sich insbesondere für solche Unternehmen, deren Abwärme normalerweise ungenutzt entweicht und die zusätzlich Druckluft oder Kälte für ihre Produktionsprozesse selber produzieren. Denn mit der Produktion von Strom, Druckluft oder Kompressionskälte aus Abwärme können der Strombezug aus dem Übertragungsnetz und somit die mit der Produktion dieses Stroms verbundenen CO2-Emissionen reduziert werden. Heat2X stellt dabei ein maßgeschneidertes System dar, das
  • auf die Abwärmequelle angepasst ist
  • den Produktionsprozess nicht beeinflusst
  • genau die Nutzenergie liefert, die benötigt wird
  • Nutzwärme zum Heizen, Trocknen, Vorwärmen liefert
Weitere Pluspunkte liegen darin, dass mit der innovativen Anlage von DeVeTec auch volatile Abwärmeströme umgewandelt und die Effizienz bestehender Anlagen verbessert werden können. Die staatliche Förderung für diese Technologie kann bis zu 40% der Investitionskosten betragen. Im Rahmen der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft werden Maßnahmen zur Nutzung von Abwärme, die durch Prozesse entsteht, im Modul 4 gefördert. Der Zuschuss wird nach Abschluss der Investition als nicht rückzahlbarer Zuschuss ausgezahlt. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten dabei einen Zusatzbonus von 10 Prozentpunkten.

Fördermittelberatung mit easysub plus

Die Fördermittelberatung umfasst nicht nur die Analyse Ihres Bedarfs und Ihrer Investition. Darüber hinaus kümmern wir uns um die Vorbereitung der Antragstellung, ziehen bei Bedarf einen zertifizierten Energieberater hinzu, stellen den Antrag und bearbeiten alle Rückfragen und Fristen des Fördermittelgebers. Bis zur Auszahlung der Fördermittel auf Ihr Konto begleiten wir Sie durch den gesamten Fördermittelprozess. Wichtig zu wissen: förderfähig sind nur Maßnahmen, mit denen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht begonnen worden ist. Jede Förderung muss daher schon in der Planungsphase geprüft, bewertet und beantragt werden! Daher sprechen Sie bitte rechtzeitig mit unseren Fördermittelberatern! Gemeinsam finden wir eine Lösung für Ihre Energiethemen.
Mehr Informationen
easysub plus GmbH Telefon: +49 6171 277 55 00 E-Mail: info@easy-sub.de URL: https://www.easy-sub.de/
Über easysub plus:
Über 3.000 Kunden vertrauen auf unsere Expertise als Förderungsberater. Tiefe Branchenkenntnis und beste Vernetzung mit Fördergebern in Bund, Ländern und Kommunen ermöglichen im Jahr 2020/2021 über 1.900 erfolgreiche Zuwendungsbescheide für unsere Kunden; insgesamt konnten wir eine Fördersumme von 14,8 Mio. € für unsere Kunden realisieren.

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